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Tiefenbohrung Nagra

Auf der Suche nach einem Standort für ein geologisches Tiefenlager für radioaktive Abfälle führt die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) Tiefenbohrungen durch. Mit den Tiefbohrungen will die Nagra herausfinden, welche der drei Regionen Jura Ost, Nördlich Lägern und Zürich Nordost am besten für den Bau eines geologischen Tiefenlagers geeignet ist. Im Standortgebiet Nördlich Lägern hat die Nagra sechs Gesuche für Sondierbohrungen eingereicht, eines davon auf dem Gemeindegebiet von Eglisau. Der Bohrplatz würde sich südlich von Eglisau an der Alten Landstrasse befinden. Der Gemeinderat verfolgt das Vorgehen der Nagra kritisch. Die Forderungen, die die Gemeinde stellte, wurden erfüllt.

Eine erste Bohrung in Bülach hat die Nagra im Dezember 2019 abgeschlossen. Die Nagra hatte angekündigt, die Bülacher Ergebnisse mit einer weiteren Bohrung in Eglisau überprüfen und ergänzen zu wollen. Anders als ursprünglich geplant, schiebt die Nagra die Bohrung in Eglisau auf. Sie hat beschlossen, als zweite Bohrung in Nördlich Lägern im Norden der Gemeinde Stadel zu bohren (Stadel-3). Die Nagra behält sich vor, die Bohrung in Eglisau bei Bedarf zu einem späteren Zeitpunkt durchzuführen.

Die Nagra hat eine Hotline für Fragen und Anliegen von Anwohnern und anderen Interessierten eingerichtet. Die Hotline ist gratis und 24/7 in Betrieb (Tel. 0800 437 333).

Newsmeldungen zum Dossier

Vorerst doch keine Nagra-Bohrungen in Eglisau

| Dossier: Tiefenbohrung

Die Nagra bohrt als nächstes in Stadel statt in Eglisau.

Die Nagra hat die Bohrung in Bülach Ende 2019 abgeschlossen. Anders als ursprünglich geplant, schiebt die Nagra die Bohrung in Eglisau auf. Sie hat beschlossen, als zweite Bohrung in Nördlich Lägern im Norden der Gemeinde Stadel zu bohren (Stadel-3). «Bei der genaueren Planung der Eglisauer Bohrung haben wir 3D-seismische Messungen detailliert ausgewertet. Dabei hat sich herausgestellt, dass diese Bohrung machbar, aber anspruchsvoller ist als gedacht», erklärt Markus Fritschi von der Nagra-Geschäftsleitung. Es hat sich auch herausgestellt, dass die Geologie in Stadel repräsentativer für die Standortregion Nördlich Lägern ist als in Eglisau. Das ist für die Bohrkampagne deshalb von Bedeutung, weil die Nagra in Bülach zwar durchgehend gute Gesteinsproben gewinnen, aber einige Tests im Bohrloch aufgrund bohrtechnischer Probleme nicht durchführen konnte. Diese Tests macht die Nagra nun bei der Stadler Bohrung. Mit den Tiefbohrungen will die Nagra herausfinden, welche der drei Regionen Jura Ost, Nördlich Lägern und Zürich Nordost am besten für den Bau eines geologischen Tiefenlagers geeignet ist.

Die Nagra hat beschlossen, als nächstes die Bohrung Stadel-3 im Norden des Gemeindegebiets (Hasliboden) durchzuführen. Der Bau des Bohrplatzes in Stadel beginnt voraussichtlich im Frühling 2020, die Bohrung startet nicht vor nächstem Herbst. Die Bohrung in Eglisau wird bei Bedarf zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt.

Die Nagra hat eine Hotline für Fragen und Anliegen von Anwohnern und anderen Interessierten eingerichtet. Die Hotline ist gratis und 24/7 in Betrieb (Tel. 0800 437 333).

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